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Berufskolleg am Goldberg der Stadt Gelsenkirchen - Wirtschaftsgymnasium
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Dienstag, 23. Juli 2019
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Gedenkstättenfahrt der AH12
                                                                in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald


Die Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums des Eduard-Spranger-Berufskollegs fuhr am Montag, den 11.02.2019 zu einer dreitägigen Gedenkstättenfahrt nach Weimar, um die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald zu besuchen.

Um 9:00 Uhr ging die fünfstündige Busfahrt los, nachdem Busfahrer Jürgen uns recht herzlich in seinem Bus begrüßt hatte. Auf der Hinfahrt herrschte natürlich große Vorfreude auf die gemeinsame Zeit. Von den Lehrern begleiteten uns Frau Kriegsmann, Frau Heinrich, Herr Raab und Herr Feldhaus.

Gegen 14:00 Uhr kamen wir am A&O Hostel in Weimar, kurz außerhalb des Stadtzentrums, an. Die Zimmeraufteilung war schon im Voraus geplant, sodass alle schnell ihre Zimmer fanden und sich schon einmal einrichten konnten. Circa zwei Stunden nach der Ankunft, begann die Stadtführung durch die Innenstadt von Weimar. Die historische Bibliothek und das Stadtschloss von Weimar waren die Highlights der Führung. Schnell wurde klar: Weimar ist eine sehr kulturelle Stadt mit sehr viel Historie.Um 18:30 Uhr kamen wir im „Ristorante Versilia“ zusammen für ein gemeinsames Abendessen. Nach dem Abendessen ging es zurück ins Hostel, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Nach dem Frühstuck am Dienstagmorgen, ging es zur acht Kilometer entfernten Gedenkstätte Buchenwald. Nach der Ankunft um 9:30 Uhr wurde uns ein Gedenkfilm im hauseigenen Kino gezeigt, in dem unter anderem ehemalige Insassen von ihren Erfahrungen erzählten. Daraufhin begann die Führung durch das ehemalige Konzentrationslager. Wir bekamen ein Modell des Lagerplans zu sehen, gefolgt vom Gefängnis des Lagers und dem Appellplatz. Da der Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers auf sehr offenem Gelände des 480 Meter hohen Ettersberg liegt, sorgten die Kälte und der starke Wind für frostige Bedingungen. Allmählich begann die Kälte, auch die Stimmung unter uns, mehr und mehr widerzuspiegeln. Uns wurden die verstörenden Geschichten des Konzentrationslagers erzählt, wie z.B., dass der jüngste Häftling zwei Jahre alt war, oder dass es einen Zoo innerhalb des Lagers zum Vergnügen der SS-Männer gab, der allerdings direkt hinter dem elektrischen Zaun des Appellplatzes und des Gefangenenlagers lag und man somit freie Sicht auf das Grauen hatte. Uns wurde auch deutlich, dass die deutsche Gesellschaft zur Zeit des NS-Regimes über den Holocaust Bescheid wusste. Besonders eindrücklich war der Rundgang durch das ehemalige Krematorium.

Die Lagerführung ging gegen 13:00 Uhr zu Ende, daraufhin besuchten wir das Museum, was in dem ehemaligen Häftlingsbekleidungskammer-Gebäude zu finden war. Dort waren noch zahlreiche Geschichten und Objekte zu finden. Nach einem Mittagessen im Museumscafé ging es zurück nach Weimar, ins Hostel. Dort hatte jeder Zeit, den Tag zu reflektieren und zur „Normalität“ zurück zu kehren. Der Tag schloss mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Jagemanns“.

Mittwoch, kurz nach dem Frühstück, hieß es: Abfahrt nach Gelsenkirchen. Die Fahrt hat die Jahrgangsstufe weiter zusammenwachsen lassen und wir wissen, die wichtigen, gesammelten Erfahrungen aus dem Konzentrationslager Buchenwald zu schätzen. Nach einer so ereignisreichen Fahrt, waren die meisten allerdings sehr müde.

Noah Chilla, Schüler der AH12B

Weimar1 2019

Weimar2 2019