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Donnerstag, 19. April 2018
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                                 Schülerbericht zur Betriebsbesichtigung bei der Stiftsquelle


Die Klasse AH12C des Bildungsgangs Wirtschaftsgymnasium machte sich am 23.11.2017 auf den Weg zur Betriebsbesichtigung des Unternehmens Stiftsquelle (Heil- und Mineralbrunnen Johann Spielmann GmbH) in Dorsten. Wir versammelten uns um 8:15 an der Haltestelle Buer Rathaus, um mit dem Bus nach Dorsten zu fahren, begleitet durch Herrn Hege, unserem Fachlehrer für Betriebswirtschaftslehre. Nach rund einer Dreiviertelstunde waren wir dann der Stiftsquelle nah, nur noch ein kurzer Fußweg trennte uns vom Firmengelände.

Ein freundlicher Mitarbeiter begrüßte uns vor Ort und führte uns zuerst in einen Eingangsbereich, in dem ein großes Foto von allen Mitarbeitern der Stiftsquelle hing – rund 70, alle in blauen Stiftsquelle Shirts. Der Großteil der Mitarbeiter ist in der Verwaltung am Standort Essen tätig. Die Stiftsquelle ist ein sehr kundenfreundliches und auch offenes Unternehmen, so war zum Beispiel das Fotografieren erlaubt.

Der Mitarbeiter erklärte uns, dass die Produktion der Stiftsquelle 2013 von ihrem vorigen Firmenstandort Essen nach Dorsten gezogen ist, weil der Standort dort keine weitere Expansion zuließ. Selbst in Dorsten wird der Platz schon knapp.

Danach wurden wir in einen Präsentationsraum geführt, in dem wir Platz nehmen durften, um uns einen Film über die Historie der Stiftsquelle anzusehen.

Das Unternehmen wurde 1894 von Johann Spielmann in Essen-Stoppenberg gegründet. Zuerst wurde Bier in Fässern von Brauereien abgeholt und in Stoppenberg in Flaschen abgefüllt und verkauft. Nach dem Krieg wurde in Lizenz Sinalco Limonade abgefüllt. Um sich die Kosten für Wasser zu sparen, wurde in den 50er-Jahren auf dem Firmengelände ein Brunnen gebohrt, bei der Untersuchung des Wassers stellte sich aber heraus, dass es sich um sehr hochwertiges Mineralwasser handelte. So entstand die Marke Stiftsquelle, weil sich die Stiftskirche in Sichtweite der Quelle befand.

In den nächsten Jahren expandierte die Stiftsquelle mehrfach, bis sie zu einem der führenden familiengeführten Unternehmen in Nordrhein-Westfalen wurde. Auch wenn die Stiftsquelle bisher stetig größer geworden ist, beschränkt sich ihr Vertriebsgebiet derzeit auf Nordrhein-Westfalen. Ein größeres Gebiet kann aufgrund der Größe des Unternehmens noch nicht abgedeckt werden, ob das in Zukunft passieren soll, ist noch ungewiss.

Weiterhin zeigte der Film, wie das Wasser vom Niederschlagswasser über das Grundwasser zum Tiefenwasser kommt, um dann in ungefähr 180 Meter Tiefe am neuen Standort Dorsten in 7 Brunnen gewonnen zu werden.

Nach dem theoretischen Teil ging es für uns zur Veranschaulichung: eine Gruppe von uns durfte auf einen Balkon in der Produktionshalle, von dem aus wir fast die komplette Produktion überblicken konnten. Die Produktionshalle war ziemlich menschenleer, da bei der Stiftsquelle fast alles vollautomatisch abläuft. Zuerst werden die Paletten mit den leeren Glasflaschen abgeladen, dann gereinigt in der Flaschenspülmaschine. Dieser Teil dauert am längsten, ungefähr 15 Minuten. Danach werden die Flaschen auf einem Band weiter zum vollautomatischen Leerflascheninspektor befördert, dieser sortiert dann alle Flaschen aus, die kaputt sind oder Verunreinigungen aufweisen. Und wenn die Flasche den Inspektor erfolgreich passiert hat, kommt sie in den Flaschenfüller, ein Karussell, das die Flaschen in einer Drehung vollständig befüllt. Zuletzt werden die Flaschen etikettiert und mit dem Etikett nach außen in Kästen eingesetzt. Die Produktion und Befüllung der PET-Flaschen läuft ähnlich ab, nur, dass anstatt der Glasflaschen erst einmal Kunststoffrohlinge zur Herstellung der Flaschen benötigt werden.

Während eine Gruppe auf dem Balkon den Produktionsablauf besichtigen konnte, durfte die jeweils andere Gruppe die Produkte der Stiftsquelle verkosten. Dazu gehören natürlich Mineralwasser, Biowasser (ja, auch Wasser kann bio sein!) und einige Limonaden beziehungsweise Schorlen.

Zum Abschluss machten wir dann einen Rundgang über das Betriebsgelände, bei dem uns dann auch alle noch offene Fragen beantwortet wurden. So zum Beispiel haben wir erfahren, dass es bei der Stiftsquelle folgende Ausbildungsberufe gibt: Fachkraft für Lagerlogistik, Kaufleute für Büromanagement und Mechatroniker. Und, wie man sich schon denken kann, teilte man uns mit, dass das Mineralwasser das umsatzstärkste Produkt ist.

Danach ging es für uns wieder in Richtung Gelsenkirchen, wo wir dann mittags wieder an der Schule waren.

Zusammenfassend lässt sich über die Betriebsbesichtigung sagen, dass sie das Gelernte aus dem BWL Unterricht ein Stück weit veranschaulicht, zum Beispiel die Fertigungsverfahren, hier die Großserienfertigung mittels eines Fließbandes. Auch war es sehr interessant zu sehen, wie modern und effizient ein Unternehmen wie die Stiftsquelle arbeitet.

Schülerbericht von Simon Claussen, AH12C


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